Leistungen - Proktoskopie (Enddarmspiegelung)
Die Proktoskopie ist ein Verfahren, das es mit einfachen Mitteln gestattet, den äußeren After sowie etwa die letzten zehn Zentimeter des Mastdarmes zu beurteilen.
Die häufigste Erkrankung in diesem Bereich ist das Hämorrhoidalleiden. Je nach Ausprägung der Erkrankung wenden wir zur Behandlung unterschiedliche Methoden an. Zur Verfügung stehen
- Sklerosierungsbehandlung:
Hierbei wird eine Verödungslösung (Äthoxysklerol 4%) in die Umgebung der Hämorrhoidenknoten eingespritzt, um durch Narbenbildung unterhalb der Schleimhaut die Blutzufuhr zu drosseln. Hierdurch werden die Hämorrhoidenknoten quasi „ausgetrocknet“. Die Injektionen sind schmerzlos, da in einem Bereich verödet wird, in dem sich keine sensiblen Nerven befinden. - Gummiband-Ligatur nach Barron:
Hierbei werden die Hämorrhoidenknoten mit einer speziellen Apparatur angesaugt und durch einen Gummiring abgebunden. Gelegentlich treten nach dem Eingriff für ein bis zwei Tage ziehende Beschwerden im Afterbereich auf, die jedoch mit einem leichten Schmerzmittel gut zu beheben sind. Außerdem können leichtere Blutungen auftreten, sie von selbst aufhören und keine Behandlung erfordern. - Infrarot-Koagulation:
Diese Methode ist speziellen Einzelfällen vorbehalten. Sie ist schmerz- und komplikationslos, allerdings im Vergleich zu den anderen genannten Verfahren weniger wirkungsvoll und deshalb praktisch komplett verlassen.
Für alle Verfahren werden in der Regel etwa drei Sitzungen in Abständen von drei bis vier Wochen benötigt.
Zur Abklärung von Blut im Stuhl (sichtbar oder nur im Stuhltest nachgewiesen) ist die alleinige Proktoskopie in aller Regel nicht ausreichend und sollte durch eine Darmspiegelung ergänzt werden.